Einbruchschutz

Auch der Einbruchschutz ist ein Thema, dass Sie mit Ihrem Architekten besprechen sollten. Im Folgenden möchten wir Ihnen einige erste Informationen zum Thema Einbruchschutz zur Hand geben. Für weitergehende Informationen sprechen Sie uns bitte an!

Haustüren

Bei Neu- und Umbauten erhalten Sie durch den Einbau geprüfter einbruchhemmender Türen nach DIN EN 1627 mindestens der Widerstandsklasse (RC) 2 einen guten Einbruchschutz. Bei diesen Türen ist sichergestellt, dass es in der Gesamtkonstruktion (Türblatt, Zarge, Schloss und Beschlag) keinen Schwachpunkt gibt. Sie erhalten ein Türelement "aus einem Guss" und müssen nicht nachrüsten. Diese Türen gibt es in verschiedenen Widerstandsklassen und auch für Nebeneingänge.

Mehrfachverriegelung

Eine fachgerecht montierte Mehrfachverriegelung, z. B. mit Hakenriegeln, erhöht den Widerstandswert einer Tür auf der Schloss-Seite. Eine "Mehrfachverriegelung" mit Rollzapfen genügt nicht, da diese nicht tief genug in die Schließbleche eingreifen.

Türspion, Beleuchtung und Videosprechanlage

Bauen Sie in Ihre Haus- oder Wohnungstür einen Weit­winkel-Spion ein (mindestens180°-Winkel), damit Sie sehen, wer zu Ihnen will. Der Bereich vor der Tür und der Zugangsweg sollten aus reichend beleuchtet sein. Die Schaltung kann auch automatisch durch einen "Bewegungsmelder" erfolgen. Der für Ihre Sicherheit so wichtigen Überprüfung von Besuchern dient auch eine Türsprechanlage – eventuell sogar in Kombination mit einer integrierten Videokamera.

Fenster und Fenster / Türen

Bei Neu- und Umbauten erhalten  Sie durch den Einbau geprüfter einbruchhemmender Fenster und Fenstertüren nach DIN EN 1627 mindestens der Widerstandsklasse (RC) 2 einen guten  Einbruchschutz '. Bei diesen Fenstern ist sicher­ gestellt dass es in der Gesamt­ konstruktion (Rahmen, Beschlag,·Verglasung) keinen Schwachpunkt gibt. Diese Fenster gibt es in verschiedenen Widerstandsklassen.

Übliche lsolierverglasungen haben keine einbruchhemmende Wirkung, nach Gefährdung können  im Einzelfall einbruchhemmende Verbundsicherheitsgläser nach DIN EN 356 ab der Widerstandsklasse P4 A nachgerüstet werden.

Alarmanlagen

Mechanische Sicherungen, die sinnvoll aufeinander abge stimmt sind, stehen an erster Stelle. Sie sind die wesentliche Voraussetzung  für einen wirksamen Einbruchschutz. Einbruchmeldeanlagen bieten aber zusätzlichen Schutz. Sie verhindern zwar keinen Einbruch, doch durch ihre Meldewirkung wird das Risiko für Einbrecher, entdeckt zu werden, wesentlich erhöht. Grundsätzlich sollte die Ein­ bruchmeldeanlage auch die Möglichkeit bieten, einen Überfallalarm auszulösen.

Wichtig ist, dass eine Einbruchmeldeanlage fachgerecht projektiert, installiert und instand gehalten wird. Damit die Anlage ihren Zweck erfüllen kann, muss dies gewährleistet sein. Zur Wahrung Ihrer Rechtsansprüche sollten Sie die von Ihnen gewünschten Leistungs­ merkmale und Serviceleistungen (z. B. Instandhaltung) schriftlich vereinbaren.

Rollläden

Die Sicherung der Fenster mit üblichen Rollläden reicht nicht aus! Sie haben keine einbruch­ hemmende Wirkung und dienen hauptsächlich dem Sonnen- und Sichtschutz. Dennoch sollten sie mit mechanischem Zusatz gegen Hochschieben gesichert werden. Dazu eignen sich am besten automatisch wirkende Sicherungen.

Außenbeleuchtung

Licht wirkt auf Einbrecher abschreckend. Deshalb sollten einbruchgefährdete Bereiche beleuchtet sein. Allerdings: Beleuchtung ersetzt in keinem Fall technische Sicherung. Auch Zugangswege sollten zu Ihrer Sicherheit beleuchtet werden. Das Licht kann auch automatisch durch "Bewegungsmelder'' geschaltet werden.